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Dienstag, 28. Oktober 2008
Ghost Town
langerth, 05:34h

Einst lebten hunderte von Goldgraebern mit ihren Familien hier oben in den Bergen bei Silverton. Heute sind nicht mal ihre Geister geblieben.
Aber wir waren dort - dank dreier schneidiger SUVs, die unsere Gruppe auf ueber 3.000 m in ein entlegenes Hochtal der Rockies brachten. Die Fahrt mutete fast schon wie die einer Blaumhelmkolonne an: weiße SUVs, die auf unbefestigter Straße stunde(n)lang durch wildes Terrain fahren und viel Staub aufwirbeln.
Die Ex-Goldgraeber- und Nicht-Geisterstadt Silverton hatten wir vorher besucht. Hierher kommen viele Touristen, viele mit einem Western-Zug aus Durango im Sueden, der von einer originalen Dampflok gezogen wird.
Wir ueberquerten auf unserem Weg nach Silverton den Red Mountain Pass auf dem Million Dollar Highway - dem Reschenpass unter den Rocky-Mountain-Straßen. Die Unterschiede: Wir mussten heute auf ueber 3.300 m hoch um ueber den Pass zu kommen - und unsere Passstraße (endlich mal drei s!) kam gaenzlich ohne Leitplanken aus. Nach dem American Way of Life ist ja ohnehin jeder fuer sich selbst verantwortlich. Warum also den vorm Absturz bewahren, der nicht fahren kann?
PS: Ich hab absichtlich geschummelt: In Silverton und seinen umliegenden Geisterstaedten gab's gar kein Gold, sondern 'nur' Silber - und das wurde tonnenweise gefoerdert. Daher auch der Name 'Silverton'. Aber 'Silbergraeberstadt' geht ja nicht. 'Silberbergbau' geht aber wieder (siehe Erzgebirge). Aber nicht Goldbergbau. Das klingt wieder komisch. Weil wir's bei uns daheeme vielleicht nicht kennen.
Ghost Towns wiederum haben wir nicht - kennen wir aber trotzdem. Komisch.
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